
Der europäische Teil von BouMatic, dem weltweit drittgrößten Hersteller von Melk- und Stalleinrichtung, liefert nun pünktlich und weiß genau, wo sich die einzelnen Artikel befinden. Ein dänisches Unternehmen mit Spezialisierung auf Lager und Fracht war als Berater tätig und unterstützte konkret bei der Implementierung.
Von Joan Rask, jr@joanrask.dk
Zu den Besten der Welt – das sind sie bei der dänischen BouMatic A/S, die Melktechnik und Stalleinrichtung für den gesamten europäischen Markt produziert und liefert. Der Konzern ist amerikanisch, und als die dänische Niederlassung im vergangenen Jahr die Verantwortung für Einkauf, Produktion und Logistik in ganz Europa erhielt, lag das daran, dass sie in Qualität, Liefertreue und Werten sehr gut abschnitt. Das war nicht überall in Europa der Fall. Vor allem das Zentrallager in Emmeloord in den Niederlanden bereitete zu Beginn grosse Herausforderungen.
Der dänische Geschäftsführer Carsten Hoffenzits Nielsen räumt ein, dass das eine grosse Aufgabe war.
„Mir war klar, dass unser Zentrallager Probleme hatte, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das Einsparpotenzial so gross ist“, sagt er.
Der Geschäftsführer musste schnell erkennen, dass der Ablauf, den er aus dem dänischen Werk gewohnt war, dort nicht vorhanden war. Die einzelnen Stallanlagen sind oft physisch groß – sowohl in Gewicht als auch in den Abmessungen. Wenn jährlich 40.000–50.000 Sendungen mit durchschnittlich 22 Artikelnummern pro Auftrag versendet werden, erfordert das Steuerung, Planung und ein sehr kompetentes Verständnis der physischen Lagerplätze, damit das einzelne Produkt gefunden, konkret aus Regalen und Kisten entnommen und zusammen mit den übrigen Produkten derselben Sendung verpackt werden kann. Das Ganze muss selbstverständlich pünktlich und ohne unnötigen Aufwand erfolgen. So war es nicht. Tatsächlich gab es anfangs Zeiten, in denen BouMatic nicht liefern konnte, obwohl die Waren physisch im neuen Zentrallager in Emmeloord standen
„Es war absolut entscheidend, das Lager schnell in den Griff zu bekommen. Die Waren standen sich gegenseitig im Weg, und wir konnten nicht erkennen, ob die Artikel, die in unserem Lagersystem erfasst waren, physisch tatsächlich vorhanden waren – oder ob die Ware im Lager reserviert oder verfügbar war“, sagt Carsten Hoffenzits Nielsen.
Lagerexperte
LogistikPartner kommt ins Spiel. Ein kleineres dänisches Unternehmen mit Hauptsitz in Kolding und Niederlassungen in Deutschland, das sich darauf spezialisiert hat, Lager und Fracht für Unternehmen mit großer Variation und hoher Komplexität in der Lagerhaltung zu optimieren. Innerhalb von zwei Monaten hat LogistikPartner die Herausforderungen im Lager aufgezeigt und die Veränderungen umgesetzt.
„Das ist kein Hokuspokus. Jeder kann sich die Lösungen herleiten, wenn genug Zeit da ist. Der Vorteil ist, dass LogistikPartner das schon so oft gemacht hat, dass sie die Lösungen schnell sehen und Erfahrung mit Prozessen, Mitarbeitenden und der Schulung der Führungsebene haben. Sie wissen, welche Anforderungen international in der Branche gestellt werden können – und auch an die Software, die wir für die Lagersteuerung nutzen“, sagt Carsten Hoffenzits Nielsen.
Das Lagerverwaltung hat einen Umsatzrekord erzielt.
„Der Dialog mit LogistikPartner hat uns geholfen, konkret zu handeln. Das hatte große Bedeutung, und wir können die zusätzliche Effizienz, die wir darüber hinaus gewonnen haben, tatsächlich nicht in Zahlen fassen.“ — Carsten Hoffenzits Nielsen
Es ging um die Schulung der Mitarbeitenden und die Planung des Warenflusses im Lager. So beschreibt der dänische Geschäftsführer kurz die Lösung für die damaligen Herausforderungen. Als die Mitarbeitenden geschult waren und die Änderungen der Abläufe umgesetzt waren, passierte etwas.
„Wir haben schon im ersten Monat nach der Implementierung einen Umsatzrekord aufgestellt. Im Juni 2014 – das war ein gutes Gefühl“, sagt Carsten Hoffenzits Nielsen.
Ihm ist bewusst, dass es eine Art Ketchup-Effekt gab, weil sich Aufträge angestaut hatten – aber das ist nicht die ganze Erklärung.
„Der Dialog mit LogistikPartner hat uns geholfen, konkret zu handeln. Das hatte große Bedeutung, und wir können die zusätzliche Effizienz, die wir darüber hinaus gewonnen haben, tatsächlich nicht in Zahlen fassen“, sagt der Geschäftsführer.
Heute wurde ein neuer Lagerleiter eingestellt, der Ablauf im Lager in Emmeloord funktioniert, der Umsatz steigt, und die Sorgen und der Ärger darüber, dass Waren nicht ankamen, sind verschwunden.
„Es ist schwer, diesen Teil des Gewinns in Euro und Cent auszudrücken, aber es ist ganz sicher so, dass zufriedenere Mitarbeitende mit weniger Komplexität im Arbeitsalltag besser sind als das Gegenteil“, sagt er.
FAKTEN
Kontakt:
▪ Geschäftsführer Carsten Hoffenzits Nielsen, BouMatic A/S (boumatic.dk und boumatic.com), Tel.: +45 21 21 03 21, E-Mail: cnielsen@boumatic.com
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